Prag ist die siebtreichste Region der Union

Die Tschechische Republik liegt immer noch hinter dem EU-Durchschnitt zurück

Prag ist die siebtreichste Region in der Europäischen Union. Nach Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union, kurz Eurostat, ist die Region London-West von allen Regionen der EU am reichsten. Hier betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf, ausgedrückt in Kaufkraftstandards (KKS), 611 Prozent des EU-Durchschnitts. Die Angaben basieren auf Daten aus dem Jahr 2016.

In der vorherigen Rangliste lag Prag auf dem sechsten Platz, aber trotz eines Anstiegs des BIP pro Kopf kam Prag diesmal auf Platz 7. Grund dafür war der Aufstieg der Irischen Region Southern and Eastern, die auf Platz 3 landete. Im Jahr 2013 belegte Prag noch Platz 9.

Das BIP pro Kopf in Prag lag 2016 bei 182 KKS, was einen Anstieg von vier Punkten gegenüber den Vorjahr bedeutet. Die slowakische Hauptstadt Pressburg (Bratislava) lag 2016 mit 184 Prozent des EU-Durchschnitts knapp vor Prag und hatte die höchste Punktzahl aller Regionen des früheren Ostblocks.

Tschechien kam insgesamt nur auf 88 Prozent des EU-Durchschnitts. Die EU geht von acht Regionen im Land aus und die anderen sieben Regionen neben Prag lagen alle unter dem EU-Durchschnitt.

Die zweithöchste Punktzahl erreichte die Region Jihovýchod (Südosten), zu der die selbstverwaltenden Gebietseinheiten Vysočina (Hochland) und Südmähren gehören. Der Südosten erreichte 81 Prozent des EU-Durchschnitts.

Die Region Severozápad (Nordwesten), einschließlich der Gebietseinheiten Karlsbad und Aussig (Ústí nad Labem), ist mit 63 Prozent des EU-Durchschnitts am unteren Ende der Rangliste zu finden.

Eurostat gab an, dass das BIP pro Kopf in Prag bei 34.700 Euro und das BIP in KKS bei 53.100 Euro lag. Für das gesamte Land betrug der BIP pro Kopf 16.700 Euro und das BIP in KKS 25.600 Euro.

Nach Angaben von Eurostat macht Prag 25 Prozent des BIP der Tschechischen Republik aus.

Ein Faktor, der sich positiv auf das Ranking Prags auswirkt, sind Pendler, da die Region Mittelböhmen nur 80 Punkte des EU-Durchschnitts erreichte. „Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich die Pendlerströme in einigen Regionen erheblich auf das BIP pro Kopf auswirken können. Die Nettozahl der Personen, die täglich in diese Regionen pendeln, erhöht die Produktion auf ein Niveau, das von der dort ansässigen Erwerbsbevölkerung alleine nicht erreicht werden könnte. Das wirkt sich auch entsprechend auf die Ursprungsregionen von Pendlerströmen aus,“ schreibt Eurostat in einer Pressemitteilung. Mit anderen Worten, der Verlust des BIP in Zentralböhmen durch die in der Stadt arbeitenden Pendler wird zu einem Gewinn für Prag.

Auch in der EU gab es große Unterschiede. „Im Jahr 2016 reichte das regionale BIP pro Kopf, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, von 29% des Durchschnitts der Europäischen Union (EU) in der Region Severozapaden in Bulgarien bis 611% des Durchschnitts in der Region Inner London - West im Vereinigten Königreich,“ schreibt Eurostat.

Nach London - West gab es eine große Lücke vor dem Großherzogtum Luxemburg (257 Prozent), danach kam die Southern & Eastern Region in Irland (217 Prozent), Brüssel in Belgien und Hamburg in Deutschland (beide bei 200 Prozent).

„Im Jahr 2016 lag das BIP pro Kopf in 19 Regionen mindestens 50% über dem EU-Durchschnitt: fünf davon liegen in Deutschland, drei im Vereinigten Königreich, zwei in Österreich und jeweils eine in Belgien, der Tschechischen Republik, Dänemark, Irland, Frankreich, den Niederlanden, der Slowakei und Schweden, dazu kommt das Großherzogtum Luxemburg,“ führt Eurostat an.

Am unteren Ende, nach Severozapaden in Bulgarien, waren Mayotte in Frankreich (33 Prozent), Severen Tsentralen und Yuzhen Tsentralen in Bulgarien (beide 34 Prozent) und Nord Est in Rumänien (36 Prozent) die Regionen mit dem niedrigsten BIP pro Kopf. „Von den 21 Regionen mit einem BIP pro Kopf von weniger als 50% des EU-Durchschnitts befanden sich jeweils fünf in Bulgarien und Polen, vier in Ungarn, jeweils drei in Rumänien und Griechenland sowie eine in Frankreich.“ heisst es in der Eurostat-Mitteilung.

Das BIP – und damit auch das BIP pro Kopf – ist ein Maß für die gesamte wirtschaftliche Aktivität in einer Region. Es kann deshalb für den Vergleich des wirtschaftlichen Entwicklungsstandes von Regionen verwendet werden. Das BIP ist keine Messgröße für das Einkommen, das den privaten Haushalten einer Region letztlich zur Verfügung steht.

Der KKS (Kaufkraftstandard) ist eine Kunstwährung, die die Unterschiede zwischen den nationalen Preisniveaus berücksichtigt. Anhand dieser Einheit sind aussagekräftige Volumenvergleiche der Wirtschaftsindikatoren verschiedener Länder möglich.

Related articles

Facebook comments

Kids Company Praha

Tschechisch-Deutscher Kindergarten in Prag

Budecon - Business Advisory

Fulfillmentsolution für Startups

Kočár z Vídně

Traditionelle österreichische Küche in Prag

OpenCall Mobile

ab CZK 1,80 Gespräche nach Österreich & Deutschland

SAP Services, s. r. o.

Explore Careers at SAP

Honeywell, spol. s r.o.

Driving Infinite Possibilities Within A Diversified, Global...

Budecon - Business Advisory

Von der Idee bis ins Paket

CAD&CAM Technologies s.r.o

Zahnimplantate aus Europa

PragueMonitor.com

Prague’s # 1 source for Czech news in English…

PragueConnect.cz

Expat and Czech Business Professional Network


Prague.TV

English language Expats and City Guide