Tschechiens Bevölkerung wächst dank Zuwanderung

Statistikamt präsentiert Zahlen zur demographischen Entwicklung 2018

Die Bevölkerung der Tschechischen Republik ist 2018 im Jahresvergleich um 39.745 auf 10.649.800 Einwohner gestiegen. Das geht aus vorläufigen Daten hervor, die das Tschechische Statistikamt (ČSÚ)vergangene Woche veröffentlichte. Wie die Statistiker fanden, stagnierte im Jahresvergleich die Anzahl der Geburten, es starben mehr Menschen, und es wuchs die Zahl der Eheschließungen, während sich weniger scheiden ließen.

Das Bevölkerungswachstum wurde aber vor allem durch Zuwanderung verursacht. Die erreichte 2018 ihren höchsten Stand seit zehn Jahren. Insgesamt wanderten 58 148 Menschen in die Republik ein,12.191 mehr als im Vorjahr. Die Zahl derer, die aus der Tschechischen Republik auswanderten, stieg 2017 ebenfalls: um 1 835 auf 19 519. Unterm Strich bedeutet das eine Nettozuwanderung von 38 629 Personen.

Die größte Gruppe der Zuwanderer bilden Ukrainer (13 200), gefolgt von Slowaken (5.200), Rumänen (2.000) und Bulgaren (1.900).

Mehr Hochzeiten, weniger Scheidungen

Das dritte Jahr in Folge übertraf 2018 die Zahl der Lebendgeburten die der Sterbefälle: auf 114 036
Geburten (2017: 113 667) kamen 112.920 Tode (2017: 111 443). Statistisch gesehen bedeutet das einen Nettozuwachs von 1116 Einwohnern.

Insgesamt wurden 2018 54.470 Ehen geschlossen, rund 1.903 mehr als im Vorjahr. Rund 36 600 Brautpaare standen dabei zu ersten Mal vor dem Altar. Das Durchschnittsalter der Bräutigame betrug 29, das der Bräute 27 Jahre.

Gesunken sind 2018 die Zahl der Scheidungen, und zwar von 25 755 im Jahre 2017 auf 24.122. Das Durchschnittsalter eines geschiedenen Mannes betrug 44,8 Jahre, das einer geschiedenen Frau 41,1 Jahre.

Einen Rückgang verzeichnete 2018 auch in der Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche. Sie war um 2423 niedriger als 2017 und belief sich auf insgesamt 32 589. Den größten Anteil der Schwangerschaftsabbrüche, 56 Prozent, machten Abtreibungen aus. Die statistisch erfassten Fehlgeburten betrugen 40 Prozent, die restlichen vier Prozent sind als Eileiterschwangerschaften erfasst.

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