Prager U-Bahnhöfe vor Relaunch?

Prager Magistrat regt Umbenennung von Metrostationen an

Die Prager U-Bahn Station Hradčanská zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie gar nicht in der Nähe des Prager Hradschin liegt. Und eine Hradčanská-Straße gibt es in Prag überhaupt nicht, die nächstliegende findet man am Stadtrand des mittelböhmischen Kladno. Liebhaber absurder Begebenheiten mögen es zu schätzen wissen, dass einige Prager Metrobahnhöfe nach nichtexistierenden oder kilometerweit entfernten Straßen benannt sind: Es gibt weder eine Malostranská noch eine Staroměstská- Straße. Eine Vltavská und Strašnická gibt es zwar, doch liegen die liegen mehrere Kilometer von der gleichnamigen Metrostation entfernt oder gleich in einem anderen Stadtviertel. Zustände, die die scheidenden Prager Ratsherren und –damen noch in ihrer letzten Sitzung vor den Kommunalwahlen Anfang Oktober vorsichtig zu bessern gelobten: Sie beschlossen in Einbeziehung der einzelnen Stadtbezirke, Möglichkeiten zur Umbenennung der Prager Kuckucks-U-Bahnhöfe zu erörtern.

So verschwommen das auch klingen mag, gibt es schon konkrete Neuerungsvorschläge. „Es geht hier um eine sehr empfindliche und wichtige Frage. Jede potentielle Namensänderung von Metrostationen muss eindeutig begründet und von der breiten Bevölkerung unterstützt werden“, heißt es im Beschluss. So sollen Bahnhöfe, die nach Straßen der Phantasie oder der mittelböhmischen Provinz benannt sind, dem Viertel oder Bezirk, die sie bedienen, entsprechend umgetauft werden. Oder nach einem naheliegenden Bahnhof. So könnte aus Hrandčanská Bruska oder Nádraží (Bahnhof) Dejvice und aus Strašnická Strašnice werden. Die Station „Vltavská“ in Holešovice könnte auch nicht mehr mit der Straße im knapp sechs Kilometer flussabwärts gelegenen Stadtteil Smíchov verwechselt werden, wenn sie dem Vorschlag nach zu Nádraží Bubny würde. Die Malostranská auf der Kleinseite , so die Stadtplaner, soll einfach Malá Strana (Kleinseite) heißen, Muzeum angesichts 77 Museen in Prag zu Nationalmuseum und Náměstí Republiky zu Masarykovo nádraží werden. Für den Relaunch der Staroměstská hat man sich allerdings noch Raum gelassen: zur Auswahl stehen Josefov, Staré město, Náměstí Jana Palacha oder Rudolfinum.

Bis spätestens 2025 müssen die neuen Namen aber feststehen. Denn wenn dann die neue U-Bahn-Linie D wie geplant fertig ist, müssen die U-Bahnpläne und -karten Prags neu geschrieben werden.

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