Chequepoint verliert Lizenz zum Geldwechseln

Prags berüchtigste Wechselstube wird endlich geschlossen

Die Tschechische Nationalbank (ČNB) ist endlich gegen eine der berüchtigsten Wechselstuben Prags eingeschritten. ČNB kündigte auf ihrer Website an, dass sie beschlossen hat, der Firma Chequepoint die Zulassung für Geldwechselgeschäfte zu entziehen. Die Nationalbank hat ebenfalls eine hohe Geldstrafe gegen die Wechselstube verhängt.

„Die Tschechische Nationalbank hat diesen Schritt wegen der wiederholten Verletzung der gesetzlichen Pflichten im Zusammenhang mit Geldwechselgeschäften unternommen,“ sagte Marek Zeman, Direktor der ČNB-Kommunikationsabteilung in einer Pressemitteilung.

Eine aktuelle Serie von Videos von Janek Rubeš, der auf YouTube unter dem Namen Honest Guide Informationen über Prag postet, hat die Aufmerksamkeit auf diejenigen Wechselstuben gelenkt, die Schilder aufgestellt haben, dass sie keine Provision verlangen, aber deren Kurse so schlecht sind, dass man nur einen Bruchteil seines Geldes bekommt. Über die unlauteren Aktivitäten einer Chequepoint-Zweigstelle am Altstädter Ring hatte Rubeš mehrmals informiert.


Prager Politiker haben sich lange darüber beschwert, dass sie nur eine begrenzte Macht über Wechselstuben hätten, und das in dieser Angelegenheit die Tschechische Nationalbank einschreiten müsse.

In ihrer Begründung zur Schließung von Chequepoint erklärte die ČNB, ihre jüngste Inspektion habe unter anderem ergeben, dass die Wechselstube in einer bedeutenden Anzahl überwachter Transaktionen die Informationsvorschriften verletzt habe. „Dies hatte die Möglichkeit der Kunden eingeschränkt, sich über Transaktionen der Wechselstube direkt in der betreffenden Filiale, oder bei der ČNB, oder bei einem Gericht oder Finanzschiedsrichter zu beschweren,“ erklärte Zeman.

Neben dem Entzug der Erlaubnis fü Geldwechselgeschäfte verhängte die ČNB gegen Chequepoint eine Geldbuße in Höhe von 1,2 Mio. Kč (etwa 47.000 Euro) wegen Verstoßes gegen drei Gesetze: gegen das Gesetz über die Tätigkeit der Wechselstuben, das Gesetz über den Zahlungsverkehr und das Gesetz über bestimmte Maßnahmen gegen Geldwäsche und Finanzierung des Terrorismus. Es handelt sich bereits um das dritte Mal, dass die Wechselstube mit einer Geldbuße belegt wurde.

„Die von der ČNB in der Vergangenheit gegen die Chequepoint wiederholt verhängten Strafen wegen Mängeln, die bei der Tätigkeit der Wechselstube festgestellt wurden (100.000 Kč im Jahr 2012 und 1.000.000 Kč im Jahr 2015), hatten eindeutig nicht zu einer ausreichenden Abhilfe geführt. Die Aktivitäten von Chequepoint wurden daher am 11. Juni 2018 von Amts wegen eingestellt,“ erklärte Zeman.

Die ČNB wird demnächst ihre vollständige Entscheidung offiziell veröffentlichen.

Chequepoint wurde 1990 gegründet. Die Firma gibt auf ihrer Website an, dass sie derzeit fünf Niederlassungen und mehr als 60 Vertragspartner in der gesamten Tschechischen Republik habe.

Unabhängig davon ist die tschechische Regierung derzeit dabei, neue Regeln für Wechselstuben zu etablieren, die es den Kunden ermöglichen sollen, ein Tauschgeschäft innerhalb von zwei Stunden zu stornieren, wenn sie feststellen, dass sie ein schlechtes Geschäft gemacht haben. Der Vorschlag zur Änderung des Außenhandelsgesetz wurde vom Finanzministerium entworfen, muss aber noch vom Parlament verabschiedet und vom Präsidenten unterzeichnet werden.

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