Neue Zugverbindung zwischen Berlin und Prag

Die Private Firma Leo Express wird ihren Service ausbauen

Die private Bahngesellschaft Leo Express will nach Deutschland und Polen expandieren. Das Unternehmen hat die tschechischen Behörden um die Genehmigung einer Strecke zwischen Prag und Berlin gebeten. Darüber hinaus will sie ihren Service in Polen ausbauen.

Leo Express ist in der Tschechischen Republik vor allem für Zugverbindungen zwischen Prag und Ostrau (Ostrava) bekannt. Seit vergangenem Jahr ist die Firma auch in Deutschland aktiv. Im August übernahm sie die deutsche Bahnlinie Locomore und betreibt eine Verbindung zwischen Berlin und Stuttgart. Die Strecke zwischen Berlin und Prag wird nun beide Märkten verbinden.

Die Bahngesellschaft Leo Express wird sich in Deutschland aus Marketinggründen mit dem Busbetreiber Flixbus zusammentun. Der Markenname Locomore, den Leo Express bisher verwendet hat, wird vom Markt verschwinden.

Rund 10 Prozent der Passagiere von Leo Express kommen aus Polen. Leo Express betreibt bereits eine Zugverbindung zwischen Prag und Krakau. Das Unternehmen möchte auch Verbindungen nach Breslau (Wrocław) und Warschau hinzufügen. Peter Köhler, CEO von Leo Express, sagte, das Unternehmen warte zwar noch auf die behördliche Genehmigung, rechnet aber trotzdem damit, dass der Service in der zweiten Hälfte dieses Jahres beginnen kann.

Für die Expansion will Leo Express neue Züge mieten. Im Gespräch sind Nahverkehrs-Dieseltriebwagen Coradia LINT des italienischen Herstellers Alstom, Gelenktriebwagen (GTW) des Schweizer Unternehmens Stadler Rail, sowie andere Züge.

Im Dezember 2016 bestellte das Unternehmen drei Züge des chinesischen Herstellers CRRC. Der erste sollte Mitte diesen Jahres eintreffen und vor der Inbetriebnahme getestet werden.

Die Gesellschaft Leo Express wurde 2010 gegründet und nahm Ende 2012 ihren Betrieb auf, hat aber bisher keinen Gewinn abgeworfen. Im Jahr 2016 war die Firma mit 110 Mio. Kč (ca. 4,2 Mio. Euro) im Minus. Der Betrieb war in der Tschechischen Republik und der Slowakei profitabel, während in Polen und Deutschland das Unternehmen mit Betriebsverlusten zu kämpfen hatte.

Vor allem wegen der Inbetriebnahme neuer Linien erwartet das Unternehmen eine Umsatzsteigerung um etwa die Hälfte. Ein im Juni 2017 bei einem Unfall beschädigter Zug soll ebenfalls wieder in Dienst gestellt werden.

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