Neue Saison für moderne Kunst

Der Messepalast lockt mit Künstlerinnen aus Deutschland und Österreich

Mit freiem Eintritt und einem Konzert feiert das Museum der modernen Kunst im Prager Messepalast (Veletržní palác) am 15. Februar die Eröffnung seiner neuen Saison. Auch zwei Künstlerinnen aus Deutschland und Österreich werden ihre Werke in diesem Jahr im Kunstmuseum im Prager Stadtteil Holešovice, das zur tschechischen Nationalgalerie gehört, ausstellen: Katharina Grosses Wunderbild wird zum Beispiel die große Halle des funktionalistischen Palastes schmücken. Ein ganz besonderes Schmankerl verspricht die Retrospektive der Werke von Marie Lassnig. Die 2014 verstorbene Malerin gilt als eine der wichtigsten österreichischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

“In der ersten Jahreshälfte werden wir im Messepalast zwei wichtige Figuren der internationalen Kunstszene ausstellen. Im Herbst setzen wir, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum der Tschechoslowakei, den Fokus auf eine neu-konzipierte Ausstellung aus den Sammlungen der Nationalgalerie seit 1918“, erklärt der Direktor der Nationalgalerie, Jiří Fajt.

Speziell für den Messepalast hat die deutsche Künstlerin Katharina Grosse mit ihrem Wunderbild eine großformatige Installation vorbereitet, die direkt auf den industriellen Raum der funktionalistischen Galerie reagiert.

„Grosse arbeitet fast exklusiv mit industriellen Spritzpistolen, mit denen sie im Grunde genommen jede Art von Fläche mit bunten Farben versieht“, sagt der Kurator der Ausstellung, Adam Budak. Das Wunderbild beschreibt er als ein architektonisches Bild, das die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur überschreitet. „Ich bin Malerin. Mich interessiert der Raum, der durch das gemalte Bild entsteht. Für mich ist Malerei nicht begrenzt auf einen Canvas oder eine Mauer“, sagt Grosse, die als Professorin für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf lehrt.

Körpergefühl als Kunst

Die Retrospektive der Werke der österreichischen Künstlerin Maria Lassnig (1919- 2014) umfasst über 50 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen, die über 70 Jahre des Schaffens Lassnigs repräsentieren. Sie entstand in Zusammenarbeit mit der Tate Gallery Liverpool.
Lassnigs umfangreiches Werk ist gekennzeichnet vom Thema Körper. Ihre Körperempfindungsbilder und ihr Fokus auf den weiblichen Körper auf Kunst und Gesellschaft gelten bis heute als maßgebend für die Entwicklung der modernen Kunst.

“Maria Lassnig war eine Pionierin der weiblichen Emanzipation in einer männlich dominierten Kunstwelt. Sie gilt als eine der wichtigsten Frauen in der Kunst des 20. Jahrhunderts“, sagt Kurator Budak.

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