Immobilienpreise in Tschechien steigen weiter

Tschechen müssen im europäischen Vergleich am längsten auf die eigenen vier Wände sparen

Der Traum von den eigenen vier Wänden bleibt für viele Tschechen in weiter Ferne. Um genau zu sein 11,3 durchschnittliche Jahresgehälter weit entfernt. So lange muss man in Tschechien für eine 70 Quadratmeter große Eigentumswohnung sparen, fand der Deloitte Property Index, eine jährliche Analyse europäischer Immobilienpreise. Zum Vergleich: in Großbritannien, wo zwar die Immobilienpreise aber auch die Löhne höher sind, kann man sich die 70 Quadratmeter Eigenheim schon nach 9,8 Jahren leisten. In Österreich reichen 5,6 Jahresgehälter, in Deutschland sogar nur fünf. Die erschwinglichsten Immobilien, so Deloitte, gibt es in Belgien: Hier wird der Traum vom Eigenheim schon mit 3,7 Jahresgehältern Wirklichkeit.

Zurück in Tschechien bleiben die Aussichten für Häuslebauer trüb. Während die Tschechische Nationalbank schon anfangs 2018 die Voraussetzungen für Hypotheken verschärft hat, wachsen die Wohnungspreise im Land weiter an: zwischenjährlich um über zehn Prozent. Die teuerste Stadt bleibt Prag mit Quadratmeterpreisen von durchschnittlich 76 500 Kronen (rund 3000 Euro). Aber auch hier gilt: Lage, Lage Lage.

Teure Hauptstadt, billiger Norden

In den meisten Prager Bezirken liegen die Wohnungspreise relativ nahe an diesem Durchschnitt. Die günstigsten Wohnungen (69 600 Kronen bzw. 2800 Euro) gibt es in Prag 10 und Prag 9 (71 200 Kronen bzw. 2900 Euro). Im alten Prag, dem ersten Bezirk, zahlt man den doppelten Durchschnitt: hier kostet der Quadratmeter 150 300 Kronen oder umgerechnet knapp über 6000 Euro, Tendenz steigend. Auch im edlen Vinohrady, dem zweiten Bezirk, kommt man mit dem Durchschnitt nicht weit. Bei einem zwischenjährlichen Preiswachstum von 12,4 Prozent, kostet der Quadratmeter hier 107 000 Kronen bzw. 4300 Euro. Überdurchschnittlich, wenn auch knapp, liegen die Quadratmeterpreise im hippen siebten Bezirk: 84 700 Kronen, umgerechnet 3400 Euro. Hipsterhill und Feuchtgebiet, wie die beiden Kieze im siebten Bezirk, Letná und Holešovice, von Eingeweihten genannt werden, scheinen Žižkov endgültig als Szeneviertel abgelöst zu haben. In dem gern als alternatives Stadtviertel gepriesenen dritten Bezirk sind die Quadratmeterpreise zwischenjährlich um 17 Prozent auf 74 000 Kronen bzw. 3000 Euro gefallen.

Eine Tendenz nach unten, zwar nur gering, zeigen die Wohnungspreise in Tschechiens günstigsten Städten. Im westböhmischen Kurort Karlsbad (Karlovy Vary) kostet der Quadratmeter 26 500 Kronen (knapp über 1000 Euro) und zwischenjährlich 0,7 Prozent weniger. Die billigsten Wohnungen sind im nordböhmischen Aussig an der Elbe (Ústí nad Labem) zu haben. Hier liegt der Quadratmeterpreis bei 15 300 Kronen oder umgerechnet 612 Euro.

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