Öffentlichkeit unzufrieden mit Plänen zur Gestaltung des Kleinseitner Rings

Die Stadt sagt, dass öffentliche Eingaben im Entwurf berücksichtigt wurden

Die künftige Gestaltung des Kleinseitner Rings (Malostranské náměstí) rechnet mit der Verwendung von gelben Granitsteinen, der Errichtung eines Brunnens, aber nur mit fünf Bäumen. Die Bauarbeiten, die derzeit auf dem Platz ausgeführt werden, ermöglichen eine erste Vorstellung von der künftigen Gestaltung. Um den Ring herum werden die gleichen Pflastersteine gelegt, die um die Straßenbahnschienen gelegt werden. Der jetzt veröffentlichte Plan unterscheidet sich nur geringfügig vom ursprünglichen Entwurf, der aber nicht allzu positiv von der Öffentlichkeit bewertet worden war.

Die Menschen bemängeln insbesondere die geringe Anzahl von Bäumen. Dieses Problem wurde bereits beanstandet, als die Pläne im August 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die geringe Anzahl von Parkbänken wurde ebenso kritisiert wie die Tatsache, dass Parkplätze nicht gänzlich vom Platz verschwinden sollten. Als später mit dem Bau der Straßenbahnschienen begonnen wurde, kam eine neue Welle der Kritik auf den sozialen Netzwerken auf.

Der Entwurf der Firma Ateliér Hájek gewann einen von der Stadt Prag ausgeschriebenen Architekturwettbewerb. Ihr Entwurf rechnet im unteren Teil des Rings mit einer Platane, die schon lange auf dem Platz steht, und im oberen Teil mit nur vier Bäumen.

Anwohner wiesen darauf hin, dass eine höhere Zahl von Bäumen mehr Schatten spenden und eine natürliche Kühlung bewirken würden. Auch die geringe Anzahl von Bänken wurde erneut kritisiert, da sich auf dem Platz kaum Menschen aufhalten und entspannen können.

Der Entwurf rechnet mit einen neuen Brunnen und der Restaurierung einer Handpumpe, die historisch auf dem Platz gestanden hat. Gaslampen werden entlang des Teils des Rings installiert, der sich auf dem Königsweg befindet.

Das Aussehen des Springbrunnens in den neuen Skizzen ist ein wenig anders gestaltet und erleichtert es den Menschen, neben dem Brunnen zu sitzen und das Wasser zu berühren. Obwohl auf dem Platz noch Parkplätze vorhanden sind, ihre Anzahl wurde reduziert.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Petra Kolínská (Grüne) sagte, dass die Meinung der Öffentlichkeit berücksichtigt wurde. „Die Eingaben wurden nicht nur von Naturschützern, sondern auch von Verkehrsexperten, der Polizei und dem Stadtteil Prag 1 eingereicht und mit einer großen Anzahl von Kommentaren begleitet. Die Suche nach einem Konsens war nicht einfach, aber wir sind dem Moment nahe, in dem wir die Dokumentation dem Bauamt vorlegen können,“ schrieb Kolínská kürzlich auf der offiziellen Webseite Prags.

Die Stadt legte den Schwerpunkt auf die aus Unter Bschesinka (Dolní Březinka) stammenden Pflastersteine als verbindendes Thema. „Der Platz wird in Zukunft von gelbem Granit aus Unter Bschesinka dominiert, der den dekorativen Fassaden entspricht und den barocken Hintergrund darstellt. Es wurde auch wegen seiner Ähnlichkeit zum wertvollen Quarzpflaster ausgewählt, das auf dem Platz erhalten bleibt,“ sagte Kolínská.

Auch Adam Zábranský von der Piratenpartei lehnte die Kritik ab. „Wir sind besonders froh, dass die Parkplätze vom Platz verschwinden werden,“ sagte er, obwohl mehrere Parkplätze auf dem unteren Teil des Rings und eine größere Anzahl von Parkplätze auf dem oberen Teil bleiben soll.

Die erste Phase der Renovierung des Platzes beinhaltet eine archäologische Untersuchung. Dies macht es schwer vorherzusagen, wann die Arbeit abgeschlossen sein wird, aber das erstrebte Zieldatum ist laut Prager Rathaus das Jahr 2019.

Nachdem die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind, sollten auf dem Platz Veranstaltungen für die Öffentlichkeit stattfinden. Kulturelle Veranstaltungen fanden schon im letzten Teil des Jahres 2016 auf dem Ring statt. Im Sommer 2017 wurde dort ein temporäres Café aufgestellt, das in einem jahrhundertealten Baumstamm gebaut wurde. Das Café mit dem Namen „Urstandl“ wurde vom Künstler František Skála entworfen. Pop-up-Märkte haben ebenfalls auf dem ehemaligen Parkplatz stattgefunden.

Der Kleinseitner Ring hat eine lange Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Der Name des Platzes hat sich im Laufe der Jahre verändert. Der Platz war lange in zwei Teile geteilt und hieß Oberer und Unterer Markt (Horní rynek und Dolní rynek) und Kleinseitner Markt (Malostranský rynek). Der obere Teil wurde auch Welschplatz (Vlašský plac) genannt, da viele italienische Kaufleute in der Nähe ansässig waren.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde er Stephansplatz (Štepánské námestí) genannt und im Jahr 1869 wurde er offiziell zum Kleinseitner Ring getauft. Die Prager aber nannten ihn Marschall-Radetzky-Platz (náměstí Maršála Radeckého), oder einfach Radecky Platz, nach der sich dort befindenden Reiterstatue des vielleicht bedeutendste Heerführer Österreichs. Die Statue existiert noch und befindet sich in der Sammlung des Nationalmuseums.

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